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Neuabzug 2025

Germaine Krull

Eiffelturm, Paris um 1925

Germaine Krull
Eiffelturm, Paris, ca. 1925
Neuabzug vom Original-Glasnegativ, Wolf Haug, 2025
Bildgröße 24 x 16 cm im Passepartout 40 x 30 cm
Auflage 25
 

Eine ungewöhnliche Perspektive auf den Eiffelturm bietet die Fotografie von Germaine Krull (1897-1985), deren Nachlass sich seit 1995 im Museum Folkwang befindet. Im Zusammenhang mit einem Auftrag für die neu gegründete, illustrierte französische Wochenzeitschrift "Vu", nahm sie das Monument gegen Ende der 1920er Jahre in den Blick.

Vor einem Seitenflügel des Palais de Trocadéro stehend, hat Krull ihre Kamera auf den 1889 errichteten Eiffelturm gerichtet, und dabei nicht nur die bronzene Stier-Skulptur des Bildhauers Auguste Cain mit erfasst, sondern auch eine der gusseisernen Laternen, die den Weg durch den Jardin de Trocadéro zum Eiffelturm flankierten. Der tiefe Horizont betont die Monumentalität der in den bewölkten Himmel ragenden Ikone der Ingenieurskunst. Wie ein scharfer Spiess sticht die Silhouette der Laterne in den tragenden Bogen des eisernen Aussichtsturmes. Der Stier im Vordergrund nimmt gewissermaßen die Position der Betrachtenden ein.

Germaine Krull bricht durch ihre pointierte Bildkomposition auf ironisierende Weise mit der tradierten, überhöhenden Darstellung des berühmten Motivs und unterläuft das herkömmliche Postkartenidyll.