Der Burgplatz und das „Wachsame Hähnchen“
Mit dem Essener Münster, der St. Johanniskirche, der Residenz der Essener Äbtissinnen, den Kurien der Stiftsfrauen und Kanoniker, der Kanzlei und der Jesuiten-Residenz bildete der als Friedhof genutzte Burgplatz bis 1803 das administrative Zentrum des Reichsfürstentums Essen. Im 19. Jahrhundert wurde er zur ersten öffentlichen Grünanlage der Stadt und schließlich zum Aufstellungsort eines monumentalen Kaiserdenkmals. Die Essener Stadtbaumeister bzw. Beigeordneten Edmund Körner, Albert Erbe und Ernst Bode wollten den Burgplatz nach 1900 den städtebaulichen Ansprüchen einer Großstadt anpassen. Bode gestaltete die Platzfronten schließlich als herausragendes Gesamtkunstwerk des Neuen Bauens. Seinen vorläufigen Abschluss fand die Neugestaltung mit der Aufstellung des „Wachsamen Hähnchens“ auf dem damaligen Kurienplatz (jetzt Friedensplatz).
Führungen (120 Min.): Robert Welzel
Sonntag, 31.5.2026 um 15 Uhr (ausgebucht)
Sonntag, 7.6.2026 um 11 Uhr (ausgebucht)
Anmeldung unter T 0201 8845102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de
Die Führungen sind für Mitglieder kostenfrei.
Treffpunkt: Burgplatz, Kaiserdenkmal (Wilhelm I.)
Das Wachsame Hähnchen auf dem damaligen Kurienplatz
© Sammlung Robert Welzel