Gathmann Michaelis und Freunde

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Seminar zur Stadtgeschichte Essens

Freitag 26.6. 17:00 – 18:30 Uhr
Museum Folkwang
Veranstalter:
Kunstring Folkwang

Seminarreihe Essener Reformen für einen nachhaltigen Städtebau
Teil 2: Wohnen in der Stadt – Vom Altenbergshof bis zum Moltkeviertel

Unter Oberbürgermeister Erich Zweigert bemühte sich die Stadt Essen Ende des 19. Jahrhunderts darum, die Wohnverhältnisse in der sich rasch entwickelnden Industriestadt Essen zu erfassen und zu verbessern. Auf dem Altenbergshof am nördlichen Stadtrand nahm die Stadt erstmals konkreten Einfluss auf die hier entstehende Wohnbebauung. Als erste Stadt in Preußen führte Essen eine Wohnungsinspektion durch fachkundige Beamte ein. Zweigert sorgte auch für die Gründung eines Stadterweiterungsamtes, als dessen Leiter der Ingenieur Robert Schmidt mit der Erstellung von Bebauungsplänen in den eingemeindeten Vororten beauftragt wurde. Schmidt erwies sich als innovativer Stadtplaner, der seine Ideen zur Schaffung einer menschenfreundlichen Stadtanlage in den kommenden Jahren umsetzte. Es entstanden dabei ausgesprochene Reformviertel, in denen auch gesundheitliche und ästhetische Gesichtspunkte mustergültig umgesetzt wurden. Der Pollerbergshof in Frohnhausen, der Haumannshof in Rüttenscheid und das heutige Moltkeviertel sind eindrucksvolle Zeugen von Robert Schmidts Engagement, das weit über die Stadt und Landegrenzen hinaus Beachtung fand.

Teil 3 widmet sich der Ästhetik im Essener Städtebau 
Leitung: Robert Welzel

Museum Folkwang, Salon
Mit Anmeldung unter 0201. 8845 102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

 

Foto: Ansichtskarte (Ausschnitt) Haumannplatz um 1913 © Sammlung Robert Welzel